Vier Monate nach der Rückkehr nach Hangzhou
Am 3. April dieses Jahres kehrten meine Freundin und ich nach einer 234-tägigen, 39.580 Kilometer langen Reise durch China in unser kleines Zuhause in Hangzhou zurück. Ganz selbstverständlich begannen wir sofort, zu Hause zu kochen. Was hatten wir vier Monate später gewonnen? Jeden Tag ein anderes köstliches Essen für nur ein Viertel bis ein Fünftel des Preises – und vor allem gesündere Körper. Ich hatte ganze 20 Kilogramm abgenommen, und selbst meine ohnehin leichte Freundin verlor mehr als 5 Kilogramm.
Warum ich SelfieDiary entwickelte
Da kam plötzlich Bedauern auf – natürlich nicht über das Kochen zu Hause, sondern darüber, die Veränderung nicht dokumentiert zu haben. Es war mein größter Gewichtsverlust seit 20 Jahren; ich war sogar leichter als zu Schulzeiten. Auf Anregung meiner Freundin entwickelte ich SelfieDiary, um tägliche Veränderungen festzuhalten.
Vielleicht fragst du dich: Reicht es nicht, jeden Tag ein Foto mit der Kamera aufzunehmen? Welche Funktionen sorgen dafür, dass man wirklich dabeibleibt?
Ein tägliches Foto, das man nicht so leicht vergisst
Zuerst ist da der Kalender. Er zeigt klar, an welchen Tagen ein Foto aufgenommen wurde und an welchen nicht. Meine erste Version verwendete gelbe und grüne Punkte. Meine Freundin schlug vor, stattdessen direkt das Vorschaubild des Tages zu zeigen – dadurch wurde alles sofort verständlicher. Zusammen mit Erinnerungen zu einer selbst gewählten Uhrzeit wird das tägliche Foto schwerer zu vergessen.
Die Belohnung fürs Dranbleiben ist die sichtbare Veränderung
Gibt es eine Belohnung dafür, jeden Tag ein Selfie aufzunehmen? Sie steckt in der Aufzeichnung selbst. Sobald Fotos von mindestens zwei Tagen vorhanden sind, fügt die Ansicht „Veränderung“ sie zu einem fortlaufenden Video zusammen – wie die Gesichtswechsel in Everything Everywhere All at Once oder in eindrucksvollen Kurzvideos. Stell dir vor, wie das Ergebnis nach einem ganzen Jahr aussieht.
Mehr als ein Gesicht und mehr als eine Art von Veränderung
Eines Tages sagte mir eine Freundin, die klettert, dass ein Foto nicht ausreiche. Sie wollte auch Veränderungen an Rücken und Bizeps dokumentieren. Also entwickelte ich mehrere Kalender, jeweils mit eigenen Einträgen. Ich nutze sie, um die Veränderungen meiner Haare (leider) und gemeinsame Fotos von uns beiden festzuhalten.
Alte Selfies in die Zeitlinie holen
Um schneller ein Ergebnis zu sehen, fügte ich den Import älterer Selfies hinzu. Dabei stellte ich fest, dass die meisten eigentlich Fotos mit verschiedenen Menschen waren – für mich als Mann nicht völlig überraschend. Doch nach der Pupillenausrichtung verblüffte mich das zusammengesetzte Video trotzdem. Es machte wirklich Spaß, es anzusehen.
Das nächste Foto leichter am vorherigen ausrichten
Das Veränderungsvideo nutzt Pupillenausrichtung und Anpassung, doch auch beim Fotografieren ist eine Hilfe wichtig: Ähnliche Bildausschnitte erhalten mehr vom ursprünglichen Foto. Zuerst zeichnete ich eine Kinnlinie, die aber nur für eine Person und ein Gesicht geeignet war. Danach versuchte ich es mit Personenkonturen über Apple Vision, mit mäßigem Ergebnis. Wieder hatte meine Freundin die bessere Idee: Warum nicht das vorherige Foto direkt als Referenz verwenden? Ich machte es halbtransparent und gab ihm einen sanften Atemeffekt. So lässt sich fast jedes Motiv leicht am vorherigen Bild ausrichten.
Das Festhalten wurde langsam zu einem Ritual
Ich nutze die App nun seit mehr als einem Monat selbst. In dieser Zeit verlor ich weitere 2,5 Kilogramm, auch wenn das auf den Fotos weniger deutlich ist als die vorherigen 20 Kilogramm. Trotzdem ist es zu einem Ritual geworden, mich selbst und gemeinsame Fotos mit meiner Freundin festzuhalten. Ich bin gespannt auf das Ergebnis nach einem ganzen Jahr.
Im App Store in Festlandchina suche nach „自拍日记“, in allen anderen Regionen nach „SelfieDiary“.
Mehrere Kalender und eigene Wasserzeichen sind Abofunktionen. In Festlandchina kosten sie ¥8 pro Monat oder ¥68 pro Jahr.